Die schlechteste aller Lösungen
Seit Jahren ist eine Erhöhung des Pensionsantrittsalters ausständig. Anstatt dessen wird nun eine soziale Staffelung vorgenommen, die aber genau jene bestraft, die lang und viel ins
#Pensionssystem eingezahlt haben. Laut Agenda Austria-Ökonom Dénes Kucsera sei diese Maßnahme „die schlechteste aller Lösungen, um im System zu sparen.”
Und es ist nicht so, als gäbe es keinen Zeitdruck diese Reformen endlich umzusetzen. Die Wählergruppe der Senioren wächst nämlich immer weiter - wenn also kommende Regierungen wiedergewählt werden wollen, werden sie Schwierigkeiten haben das System umzubauen. „Der Anteil der Wähler über 65 Jahren ist seit 1982 kontinuierlich gestiegen – von 19,5 Prozent auf heute 27,5 Prozent“, sagt Kucsera im Kurier. „Das ist eine ziemlich große Gruppe. Wer dann noch die Pensionen kürzen will, begeht politischen Selbstmord.“