„Überraschenderweise finde ich Diskriminierung auch nicht gut – sie gehört aber leider teilweise einfach zum Leben dazu. Ich wurde halt nicht als 2-Meter-Adonis geboren. Ist scheiße, aber ist so.
Einer der großen Brüche für mich war die Doppelmoral bei vielen Linken. Das fiel mir zuerst beim Thema Israel auf: Dort können Homosexuelle relativ frei leben (wofür ich übrigens auch bin). Ich habe nichts gegen die Homo-Ehe – der Staat sollte sich da einfach raushalten.
Ich bin absolut dabei, dass man Leuten verbal nicht unnötig wehtun sollte. Aber warum wird dann ‚Du Neger‘ als viel schlimmer behandelt als ‚Du Arschloch‘? Beides kann Menschen tief verletzen. Als konsequenter Linker müsste man doch gegen beides sein.
Beispiel: Jemand wird gedoxxt, weil er früher über sehr dicke Menschen gelästert hat. Warum war es dann plötzlich okay, ihn selbst zu doxxen, Bilder zu bearbeiten oder ihn ständig ‚fett‘ zu nennen – nur weil er ‚rechts‘ ist?“
Deshalb bin ich konservativ: Ich schätze das Gewachsene und Bewährte. Nicht alles Alte ist erhaltenswert – ich glaube wir sind uns einig, das es gut ist, das es keine Hexenverbrennungen mehr gibt.
Aber nur weil etwas alt oder traditionell ist, es automatisch abzulehnen, ist genauso dumm.Das Meme ist zwar polemisch, aber ehrlich gesagt frage ich mich manchmal wirklich, ob viele Linke tatsächlich so denken, das es so ist